Wie wir Kreta erlebt haben!

 

Alle waren gespannt und voller Vorfreude auf Kreta und das schöne Wetter. Auch ein bisschen aufgeregt erwarteten alle die Familien, aber vor allem die Austauschpartner. Die Koffer waren gepackt, noch schnell von den Familien verabschiedet und los gings.


Die Anreise zum Flughafen war schon ein kleines Abenteuer, da es am Ostbahnhof Probleme mit der rechtzeitigen Besteigung der S-Bahn gab. Es war sehr lustig, aber auch nervenaufreibend. Am Flughafen angekommen entspannte sich die Situation wieder. Während des Zwischenstopps in Athen, fuhren wir mit der S-Bahn ins Zentrum und besichtigten die Akropolis. Wir hatten eine schöne Aussicht über die Stadt. Hier konnten wir das erste mal griechische Luft schnuppern, das schöne Wetter genießen und das griechische Essen kosten. Es war eine schöne Erholung von dem Flug.

 

Als wir in Heraklion (Kreta) ankamen, wurden wir herzlich empfangen. Alle stellten sich vor und erfuhren gleich mehr über ihren Austauschpartner. Manche Griechen sahen wir allerdings erst in Rethymnon, da sie (aus Platzgründen) nicht zum Flughafen mitfahren konnten. Bei den Familien bekamen wir etwas zu essen und legten uns sehr erschöpft von der Reise zum Schlafen.

 

Bei den Familien fehlte es uns an Nichts. Alle verstanden sich mit ihren Austauschpartnern und Austauscheltern von Anfang an sehr gut. Das Essen war köstlich und wir bekamen auch Proviant für den Tag mit. Sogar unsere Wäsche wurde gewaschen.

 

Die Schule ist schön gelegen, auf einem Berg mit einer schönen Aussicht aufs Meer. Die Klassenzimmer sind sehr klein, was mich überrascht hat, da wir unsere Klassenzimmer bereits zu klein finden. Ich kann mich jetzt über unsere Zimmer nicht mehr beklagen. Generell ist die Ausstattung der griechischen Schule nicht mit dem hohen Standard unserer Schule zu vergleichen.

 

Der Schultag beginnt mit der Ansprache des Schulleiters. Anschließend folgt ein gemeinsames Morgengebet und die Verkündigung der Vertretungsstunden.

 

In unserer Freizeit brachten uns die Gasteltern zu den Treffpunkten. Es wurden sogar Fahrgemeinschaften gebildet, dass wir uns oft treffen konnten. Wir gingen in die Stadt, zum Strand, Baden, Eisessen und Shoppen, und am Abend zum Essen oder in Cafés. Wir hatten sehr viel Spaß mit den Griechen, weil sich auch alle gut verstanden. Dort lernten wir zwei köstliche griechische Spezialitäten kennen: Suflaki, welches nun zu einem meiner Lieblingsessen zählt, und Frappé, eine Kaffeespezialität. Die griechische Küche hat uns allen sehr gut geschmeckt.

 

Es wurde nie langweilig. Unter anderem unternahmen wir einen Ausflug zum Kloster nach Arkadi. Ich fand es sehr interessant, mehr über das Leben der alten Griechen auf Kreta und das Leben in einem Kloster zu erfahren. Hier waren sie auch sehr gastfreundlich und luden uns zum Essen ein.

 

Außerdem hatten wir noch unser Projekt für Comenius zu bearbeiten. Unser Thema hieß „Spaziergang duch Knossos“. Vor der Reise erhielten wir unsere Themen, zu denen wir die Referate größten Teils noch in Deutschland vorbereitet haben. In Griechenland bekamen sie den Feinschliff und unsere Austauschpartner übersetzten sie ins Griechische. Die Griechen lernten die Texte auf griechisch und wir auf deutsch. Die ganze Arbeit an den geschichtlichen Recherchen und den Übersetzungen war langwierig, aber wir hatten die beste Unterstützerin: Frau Hotka

 

In Knossos starteten wir mit unseren ersten Filmaufnahmen für das Projekt. Es waren jeweils 2-3 Versuche nötig, bis Frau Dreßler zufrieden war. Durch die Hitze war die Arbeit sehr anstrengend. Die Paare, die in Knossos gefilmt wurden, hatten es geschafft. Und der erste Tag unserer Projektarbeit war erfolgreich beendet.

 

Da es nun einen anderen Themenbereich zu behandeln gab, fuhren wir nach Festos und zum Strand von Matala, wo wir unsere Filmarbeiten fertigstellten. Dabei erfuhren wir viel über die Völker, die Geschichte, die Mythologie und die Lebensweise auf Kreta. Als Frau Dreßler das o.K. nach der letzten Aufnahme gab, waren wir sehr froh. Zur Belohnung der Fertigstellung gönnten wir uns ein Bad im Meer. Mit dem Gedanken im Hinterkopf, dass es in Deutschland ca. 0°C hatte, war die Sache noch besser. Schadenfreude ist die schönste Freude.

 

Im Allgemeinen kam mir der gesamte Austausch wie Urlaub vor, in den ersten Wochen zu Hause wollte ich sofort wieder weg. Die Lebensweise der Griechen erschien uns im Gegensatz zu unserer viel gelassener. Deshalb war es für mich die beste Reise, die ich je gemacht habe, vor allem weil ich mit Gleichaltrigen zusammen war. Ich glaube es geht mehreren von uns so. Dies ist vor allem ein Verdienst unserer Lehrkräfte. Dank ihrem Vertrauen zu uns, konnten wir den Aufenthalt in Rethymnon sehr geniessen. Deshalb möchten wir uns im Namen aller Schüler nochmal bei Frau Dreßler und Frau Hotka bedanken.

 

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