Exkursion der Klassen 9ab in die KZ Gedenkstätte Dachau

Exkursion der Klassen 9ab in die KZ Gedenkstätte Dachau


Am Mittwoch, den 13. Januar 2010, besuchten die Klassen 9a und 9b mit Frau Böhne und Herrn Franke zusammen die KZ Gedenkstätte in Dachau.


Nach der etwa einstündigen Busfahrt dorthin betraten wir durch ein großes Eisentor mit der zynischen Aufschrift „Arbeit macht frei“ das ehemalige Konzentrationslager. Bereits der riesige Appellplatz, auf dem die Häftlinge endlos lange Zählungen über sich ergehen lassen mussten, hinterließ einen tiefen Eindruck.


In Kleingruppen besichtigten wir dann das Museum und erfuhren, wie die Häftlinge durch Arbeit vernichtet wurden. Wir gingen auch in den so genannten „Bunker“, in dem sich Stehzellen, Dunkelzellen und Zellen für Sonderhäftlinge befanden.
Bevor uns Herr Marx vom Effner-Gymnasium  Dachau über das Gelände führte, schauten wir uns noch einen Film an, durch den vielen von uns erst die Grausamkeit des Lagers bewusst wurde.  


Zuerst machten wir uns, ausgehend von einem Grundriss des Lagers, dessen Dimensionen bewusst. Jour- und Wirtschaftshaus sowie das internationale Mahnmal auf dem Appellplatz waren die nächsten Stationen unseres Rundgangs. Das Mahnmal trug folgende Inschrift: „Möge das Vorbild derer, die hier von 1933 bis 1945 wegen ihres Kampfes gegen den Nationalsozialismus ihr Leben ließen, die Lebenden vereinen zur Verteidigung des Friedens und der Freiheit und in Ehrfurcht vor der Würde des Menschen.".


Nach dieser Einführung konnten wir in einer nachgebauten Baracke, von denen einmal 34 existierten, die räumliche Enge erahnen: Ursprünglich war die Baracke für 6000 Gefangene gebaut, bei der Befreiung am 29. April 1945 fanden die Amerikaner jedoch über 30.000 völlig entkräftete Menschen vor. Die Häftlinge mussten schlimmste Schikanen über sich ergehen lassen: peinlichst genaue Kontrolle der Zimmer; die ständige Angst, für “Verfehlungen” an den Armen an einem Baum gehängt oder über den Bock für Peitschenhiebe gelegt zu werden; ein Leben ohne jegliche Privatsphäre…


Bei eisigen Temperaturen besichtigten wir einen Großteil des Geländes und schlossen die Führung an den Krematorien und der Gaskammer ab, die als “Brausebad” getarnt war und wohl nie für Massenvergasungen genutzt wurde.
Nach einem sehr lehrreichen Tag, der das unvorstellbare Terrorsystem der Nationalsozialisten, das wir im Geschichtsunterricht in Quellen erarbeitet hatten, zumindest ein Stück weit realer werden ließ, traten wir dann am frühen Nachmittag im wärmenden Bus wieder die Heimfahrt an.  


Bericht von Cynthia Britten 9a, Jessica Müller 9a, StR M. Franke

 

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