Projekt "Tschechien, unser Nachbarland" 2008/09
Herbst 2008: In den Köpfen der 11b macht sich eine Idee breit. Angestachelt von der wunderschönen Studienfahrt nach Berlin in der 10. Klasse, beschließen wir in einer ZFU-Stunde, dass wir vor der Kollegstufe - noch einmal als Klassengemeinschaft - eine Reise auf die Beine stellen wollen. Doch besteht überhaupt die Chance, dies zu schaffen? Schließlich gibt es einige organisatorische Hürden zu überwinden. Und wohin soll es gehen? Nach kurzer Diskussion einigen wir uns auf das Ziel Prag, um einiges von der Kultur der Stadt und des Landes Tschechien in Erfahrung zu bringen. Nachdem wir noch Frau Böhne und Herrn Kraus als Begleitpersonen gewinnen konnten, ging die richtige Arbeit erst los.
Da wir über unser Ziel gut informiert sein wollten, galt es, geeignete Referatsthemen zu finden. Wir hielten Power-Point-Präsentationen über berühmte Bauwerke in Prag, über den Jugendstil, über das Leben und Werk Kafkas sowie über tschechische Komponisten. Ein großes Vortragsthema war auch die Geschichte Tschechiens und wir erfuhren u.a. viel über die Prager Fensterstürze, den Prager Frühling, die Vertreibung der Sudetendeutschen und den EU-Beitritt.
Als Nächstes mussten wir nun die Organisation der Reise in Angriff nehmen. Unsere Klassenkameraden Michael Kelnberger, Amelie Erben, Lisa Dorfhuber, Johanna Franke und Richard Protze kümmerten sich um die Zugfahrt, die Unterkunft und das Programm und auch für die Reservierung von Karten und Führungen waren schnell Helfer gefunden.
Nach dieser ganzen Vorarbeit starteten wir, mit viel Vorfreude im Gepäck, am Samstag, den 25.07.09 in aller Frühe vom Rosenheimer Bahnhof in unser Abenteuer. In Prag angekommen, machten wir uns zu Fuß auf den Weg in unser Hostel und hatten schon nach einer kurzen Verschnaufpause unseren ersten Termin im Mozartissimo. Geschniegelt und gebügelt lauschten wir einem Konzert, waren allerdings am Ende von dem Vortrag etwas enttäuscht. Den Abend durften wir noch nach Lust und Laune verbringen und fielen dann alle müde in unsere Betten.
Am nächsten Morgen stand ein weiterer Programmpunkt auf dem Plan: Eine Führung durch die Altstadt auf Kafkas Spuren. Dank unserer netten Fremdenführerin, die uns auch noch am nächsten Tag erhalten blieb, haben wir gleich einen super Eindruck von dieser schönen Stadt bekommen. Anschließend durften wir dann in Kleingruppen auf eigene Faust losziehen und die Stadt erkunden. Am Nachmittag besichtigten wir dann noch die Nationalgalerie, vor allem die moderne und tschechische Kunst. Der Abend stand zu unserer freien Verfügung und die meisten von uns hatten einen Heidenspaß in einer Karaokebar.
Der Montag brachte uns zu den Wahrzeichen Prags. Wir genossen eine interessante Führung durch den Hradschin, in dem wir auch die Wachablösung miterleben durften, und gingen anschließend zur Karlsbrücke. Am Nachmittag schlenderten wir in kleinen Gruppen durch die Stadt und sammelten persönliche Eindrücke im Stadtteil Kleinseite, am Moldauufer oder in einem schönen Park. Den Tag beschlossen wir in einem Schwarzlichttheater und waren sehr begeistert von der schönen Aufführung.
Am Dienstag war mit einer Führung durch das Judenviertel das offizielle Programm beendet. Somit nutzten nachmittags viele von uns die Gelegenheit, noch einmal durch die Stadt zu bummeln, sich in ein gemütliches Café zu setzen oder das bunte Treiben, wie zum Beispiel am Altstädter Ring, zu beobachten.
Um unser gelungenes Projekt zu feiern, besuchten wir am letzten Abend gemeinsam eine Jazz Bar an der Moldau. Danach genossen wir noch von der Karlsbrücke aus den Blick auf die Stadt und den beleuchteten Hradschin.
Am Tag der Heimfahrt reflektierten wir über die Reise sowie die Vorbereitungen zu Hause und stellten fest, dass wir für unseren Einsatz mit einer wunderschönen gemeinsamen Reise belohnt worden sind und mit unserem Projekt sehr zufrieden sein können. Es machte uns auch stolz, dass wir es geschafft haben, die Studienfahrt von der Planung bis zur Umsetzung vor Ort eigenständig zu organisieren.
Und so saßen wir alle glücklich, voller neuer Eindrücke und einer Portion mehr Selbstständigkeit, aber auch ein bisschen müde, wieder im Zug Richtung bayerische Heimat.
Abschließend möchten wir uns bei der Schulleitung, Frau Hauzenberger-Recher und Herrn Haller, recht herzlich bedanken, durch deren Erlaubnis uns dieses Projekt erst ermöglicht wurde. Unser Dank gilt auch dem Elternbeirat, der die Reise finanziell unterstützte. Mit Frau Böhne und Herrn Kraus haben wir sehr schöne Tage verbracht, und sagen ihnen für ihre Unterstützung bei der Organisation und ihre Begleitung ein herzliches Dankeschön!
Veronika Stumpf (Redaktion)
Gabriele Böhne und Jürgen Stoiber (Mediale Aufbereitung fürs Internet)

