Dies Latinus 2011


Unter dem Motto „homo ludens rex est vere - nur der Mensch, der spielt, ist ein wahrer König“ fand der alljährliche Dies Latinus zum ersten Mal im Sommer statt. Das erlaubte eine Programm-erweiterung, die vor allem unseren bewegungsfreudigen Jungs der 7. Klassen entgegen kam.

Den ersten Teil des Tages arbeiteten die Schülerinnen und Schüler in verschiedenen Bastel-workshops, der zweite Teil war  einem echten Wettkampf in mehreren Sparten gewidmet.

Schon in der Frühe wurden unter der Leitung von Frau Meyer, aus Ton kleine Tempel, aber auch ganze Säulen und kunstvoll verzierte Kapitelle nach antiken Vorlagen geknetet und für das Brennen zum Trocknen aufgestellt. Wie das Flechten von Körben, oder auch von Rundschilden geht, zeigte Herr Bachinger, ein Rosenheimer Flechtmeister in aufwendiger Arbeit. Fein ziselisierter Schmuck, aber auch schön gravierte Sprichwörter und flott bemalte T-Shirts oder Taschen  ergänzten die handwerklichen Tätigkeiten.

 

Römisches Schuhwerk stand im Zentrum einer weiteren Gruppe, die riemengeschnürte römische Ledersandalen fertigte. Wen es in den Sonnenschein drängte, konnte sich der Spatenwissenschaft widmen und auf dem Schulhof nach antiken Tonscherben graben und die Teile wieder kunstgerecht zusammensetzen.

 

Eine weitere Gruppe konstruierte und bemalte auf Basis gewöhnlicher Schubkarren edle römische Rennwägen, die Quadrigen.
Stolz auf die von ihnen  hergestellten Produkte, versammelten sich Schülerinnen und Schüler dann auf dem Pausenhof,  um in vier verschiedenen Gruppen eingeteilt zu werden. Durch einen extra für den Dies Latinus hergestellten  Farbbutton markiert, kämpften die Gruppen einen Pentathlon um den Siegespreis: In messerscharfer Überlegung mussten die Geheimnisse der griechischen Schrift erkundet und notiert werden. Wie präsent das Wissen des vergangenen Schuljahres noch war, konnte in einem Gruppenquiz bewiesen werden.

 

Nun aber ging es zu den Geschicklichkeitsspielen. Wer schaffte es, die meisten Nüsse aus mittlerer Distanz in aufgestellte Tontöpfe zu werfen. Koordination und Geschick verlangte auch das Spiel Trigon, in dem sich drei Spieler, die im Dreieck aufgestellt sind, gleichzeitig ebenso viele Bälle zuwarfen, ohne dabei einen sehr eng gezogenen Kreis verlassen zu dürfen. Die Königsdisziplin aber war ohne Frage das von allen mit Spannung erwartete Wagenrennen. Ausgerüstet mit der nötigen Sicherheitsausrüstung setzten sich vier tollkühne Wagenlenker in ihre Gefährte. Gezogen von vier feurigen „Rössern“ hatten die Gespanne zweimal den Circus Maximus am Schulhof zu durchmessen, bevor sie von der Staffel abgelöst wurden. Unter den Anfeuerungsrufen ihrer jeweiligen Teamkollegen rasten die Wagen in die lange Gerade, wobei das enge Nadelöhr des ersten Baumes ohne Unfall zu durcheilen war. Hier schied sich zunächst die Spreu vom Weizen, bis es auf der Gegengeraden zu einem fatalen Unfall des Gespanns mit der Nummer I kam, der seinen Verfolger, die Nummer III blockierte. Diese Chance nutzten nun die Teams II und IV und zogen vorbei. Beim Wechsel an der Staffel konnten die diszipliniert agierenden IVer ihren Vorsprung weiter ausbauen und gelangten so locker als Erste ins Ziel.

 

Nachdem die hervorragend engagierten Wagenbauer mit einem echten Lorbeer ausgezeichnet worden waren, kam es zur Siegesverleihung dieser Ludi Latini: Alle Teams errangen mit nur minimalem Abstand Treppchenplätze, da zwei Gruppen sich den zweiten Platz teilten.  Mit der Abschlusshymne endete dieser erfolgreiche, bunte und bewegte Dies Latinus am FWG.

 

Hier geht es zur Bildergalerie des Dies Latinus

Georg Lechner

 

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