Wozu Technikförderung am Gymnasium?

Für unsere Gesellschaft ist es wichtig, dass sich Jugendliche für naturwissenschaftlich – technische Themen interessieren, sich an Aufgaben aus diesem Gebiet heranwagen und Freude am Finden von Lösungen haben. Die Technikförderung am Finsterwalder Gymnasium möchte aber nicht nur den Fachkräftenachwuchs sichern helfen. Vielmehr sollen Schülerinnen und Schüler auch die Möglichkeit erhalten

 

 - sich den verschiedenen gymnasialen Unterrichtsinhalten von einer praktisch
   konstruktiven – manchmal auch spielerischen – Seite  her zu nähern,

 - Erfahrungen zu machen, die den Unterricht ergänzen,

 - den Sinn von theoretischen Überlegungen an realen Werkstücken und
   Anordnungen zu erkennen,

 - Zusammenhänge und Größenordnungen durch den Bezug zur Praxis besser
   zu verstehen, oder

 - durch Ausprobieren zu lernen.

 

In den Technikräumen herrscht eine andere Arbeitsatmosphäre als im Klassenzimmer: man muss nicht still sitzen und meistens still sein, sondern man darf so reden und (zusammen) arbeiten wie im „echten Beruf“. Es soll das Gefühl entstehen, dass man in Bezug auf das „wirkliche Leben“ zuversichtlich sein kann. 

Im „wirklichen Leben“ ist es gut, wenn man Prinzipien kennt, an denen man sich orientieren kann. Ein Prinzip, das man in den Technikräumen lernt, ist das skandinavische „Jedermannsprinzip“. Es lautet: „Alles soll jedem nützen und jeder soll für alles verantwortlich sein“.

 

Die folgenden Bilder entstanden beim Projekt "Postkartenhalter" und im Wahlkurs "Naturwissenschaftlich- Technisches Arbeiten". Mehr Informationen unter Aktivitäten und Aktuelles!

Zuerst die Theorie: Viele kleine Brettchen sollen gleichartige, schräg durchgebohrte Löcher erhalten. In einer fünften Klasse wurden zunächst geometrische Überlegungen zu dieser Aufgabe durchgeführt.

Von der Theorie zur Praxis: Nach dem Bau einer geeigneten Halterung konnte das Herstellen vieler schräg durchbohrter Brettchen in Gemeinschaftsarbeit beginnen.

Vom Unterrichtsstoff zur Erfahrung: Im Fach Physik lernt man, dass bei Kräften nicht nur die „Stärke“ sondern auch die Angriffspunkte beachtet werden müssen. Als die Teilnehmer des Technik – Wahlkurses ihre Werkzeugkästen zusammenleimten, konnten sie beim Anbringen der Schraubzwingen bereits solche Gesetzmäßigkeiten erfühlen.

Konzentration, Gewissenhaftigkeit und Verantwortungsbewusstsein braucht jeder beim Umgang mit den Maschinen.